Viren im Abwasser
In Kläranlagen werden Viren vor allem durch Anheftung an Belebtschlammflocken und deren
Sedimentation dem Abwasser wieder entzogen.
Eine Gefahr für das Klärwerkspersonal besteht hauptsächlich durch Viren welche durch das
frische Abwasser in die Anlage eingetragen werden, da diese pathogene Eigenschaften auf
den Menschen haben können. Die in der Kläranlage produzierten Viren befallen nur
bestimmte Bakterien. Die Konzentration von pathogenen Viren in ungereinigtem Abwasser
beläuft sich auf etwa 20.000 pro Liter.
Ein möglicher Infektionsweg ist neben dem direkten Kontakt mit dem Abwasser auch das
Einatmen von Aerosolen an z.Bsp. offenen Becken oder Belüftern.
Ziel sollte es sein diese pathogenen Viren im Verlauf der Abwasserreinigung zu vernichten um
ein Ausbreiten der Viren in Gewässern mit Kläranlageneinleitung zu verhindern. Im
Belebtschlammverfahren werden pathogene Viren zu 92 - 99% aus dem Wasser entfernt.
Sollte dies im Einzelfall nicht ausreichen bieten sich chemische und physikalische Verfahren
an die Restkonzentration effektiv zu vermindern.
Mit Chlor, Jod oder Ozon können nahezu alle Viren inaktiviert werden.
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