Die Schlammfaulung
Im 2. Schritt bilden sogenannte "acetogene Bakterien" aus den Säuren das für die
Methanbakterien notwendige Acetat , Wasserstoff und Kohlendioxid. Im letzten Schritt
kommen die Methanbakterien ins Spiel , die wie der Name schon sagt , Methangas bilden.
Diese Bakterien sind sehr empfindlich gegenüber Licht , Sauerstoff und plötzlichen
Temperaturschwankungen.
Daher muß dem Faulprozeß
erhöhte Aufmerksamkeit
gewidmet werden. Zudem
vermehren sich diese
Bakterien nur sehr langsam.
Das entstehende Methangas
wird anlagenintern in Strom
und Wärme umgewandelt.
Der Schlamm wird nach der
thermophilen Faulung in
Wärmetauschern wieder auf
35 °C abgekühlt und dann in
den restlichen 4 Faultürmen
ausgefault.
Der Vorteil der thermophilen
Faulung besteht in einer um
etwa 25% höheren
Methangasproduktion
(Klärgasproduktion) , einer teilweisen Entseuchung und einer besseren Stabilisierung des
Schlamms.
Stabilisiert ist ein Schlamm wenn er "ausgefault" ist , also nicht mehr Faulen kann.
Ein solcher Schlamm kann beispielsweise als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt
werden oder als Brennstoff in Kraftwerken verwendung finden.
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