Blähschlamm
Blähschlamm Im Ablauf des Belebungsverfahrens werden verschiedene Anforderungen an die  Belebtschlammflocken gestellt. Im Reinigungsprozeß ist es von Vorteil wenn die Flocken eine  möglichst große Oberfläche besitzen. So können sie leicht in Schwebe gehalten werden und  weisen eine hohe Stoffwechselaktivität auf.  Im Nachklärbecken sollen die Flocken jedoch zu Boden sinken um dem Wasser entzogen  werden zu können. Die Flocken müssen optimalerweise schwer, kompakt und inaktiv sein.  Diese gegensätzlichen Anforderungen bedeuten, das ideale Zustände in den beiden  Verfahrensschritten nicht möglich sind. In der Realität ist die Beschaffenheit einer normalen  Belebtschlammflocke irgendwo zwischen diesen Beiden idealen.  Kommt es zu einer Verschiebung in die ein oder andere Richtung, kommt es meistens zu  Problemen im Prozeßablauf. Meist verschiebt sich die Beschaffenheit in Richtung  Oberflächen- vergrößerung der Flocke durch fadenförmige Organismen die ein dichtes  Fadengeflecht bilden.  Hervorgerufen durch bessere Wachstumsbedingungen dieser Spezies nehmen diese  Überhand. Im Prozeß kommt es zu Problemen beim Absetzverhalten des Schlammes,  welcher in der Schwebe haltend dem Wasser nicht mehr in prozeßüblicher Zeit entzogen  werden kann. Je schlechter das Absetzverhalten, desto größer wird das Volumen das der  Schlamm einnimmt. Er bläht sich auf!   Man unterscheidet 3 verschiedene Auswirkungen Blähschlamm  viele unterschiedliche fadenförmige Organismen,  wie Typ 021N , Thiothrix spec. , Spaerotilus natans.  Schlechte Absetzeigenschaften  created with Xara Designer PRO